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Wir machen Berliner Honig

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Category: Honigwissen

Honignationen

Die Türkei und Deutschland haben einen ähnlichen durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch an Honig: ca. 1 Kilogramm pro Jahr. Im Gegensatz zu Deutschland kann die Türkei den Eigengebrauch selber decken. In der Türkei gibt es nämlich 57.000 Berufsimker, 6,6 Millionen Bienenstöcke und die Honigproduktion liegt bei 102.000 Tonnen. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es zwar 110.000 Imker, jedoch sind davon nur ein bis zwei Prozent Nebenerwerbs- bzw. Berufsimker. Insgesamt gibt es 750.000 Bienenvölker und die jährliche Ernte beträgt etwa 25.000 Tonnen Honig.

Unbelastet

Berliner Stadthonig ist praktisch unbelastet. Das ergab eine berlinweite Untersuchung an fünf zentralen Standorten in der Innenstadt. Der Stadtverkehr mit seinen Abgasen und Feinstaubpartikeln hinterlässt nur geringste Spuren im Honig.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Honigkonsistenz

Bei der Ernte ist der Honig flüssig. Er besteht überwiegend aus Traubenzucker (Glukose), Fruchtzucker (Fruktose) und maximal 20 Prozent Wasser, außerdem Enzyme, Mineralien, Vitamine, antimikrobiell wirksamen Inhibine. Ob der Honig flüssig bleibt oder kristallisiert, ist vom Verhältnis Fruktose, Glukose abhängig. Je größer der Anteil an Traubenzucker, desto schneller kristallisiert der Honig. Rapshonig, zum Beispiel, hat einen hohen Traubenzuckeranteil und kann steinhart werden. Wird der Honig allerdings eine bestimmte Zeit lang, regelmäßig gerührt, wird er cremig.

Honig aus dem Supermarkt ist meist behandelt, um zu verhindern, dass er fest wird. Zunächst wird er auf 72 °C erhitzt, dann durch verschiedene Filter gepreßt. Dadurch werden Pollen entfernt, die als Kristallisationsbasis dienen. Es werden allerdings auch alle anderen wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.

Sortenhonig

Woher weiß die Imkerin oder der Imker, dass der Honig von genau der Pflanzensorte ist, die auf dem Etikett steht? Weil viele Bienentrachten, also Pflanzen die massenhaft blühen und von Bienen geliebt werden, nicht zeitgleich blühen. Ganz genau lässt sich die Zusammensetzung des Honigs allerdings nur durch eine Pollenanalyse feststellen. Beim Blütenbesuch tragen die Bienen nämlich nicht nur Nektar, sondern auch Pollen zurück in den Bienenstock. Die Sortenbezeichnung darf laut Honigverordnung auf dem Etikett stehen, wenn mindestens 60 Prozent des Honigs von einer Pflanzensorte stammt.

Auch ohne Untersuchung lässt sich das allerdings bei einigen Sorten ganz sicher sagen. Blüht zum Beispiel die Linde, werden die Bienen höchst selten einzelne Balkonpflanzen anfliegen. Gibt man den Bienen also einen neuen Honigraum kurz vor der Lindenblüte und nimmt ihn kurz danach wieder weg, ist ziemlich sicher, dass Lindenhonig geschleudert werden kann. Lindenhonig ist zudem an seinem ganz eingenen, würzigen Geschmack zu erkennen.

Ökotest prüft Honige

Das neue Ökotestmagazins 11/2014 titelt: Honig – Schlechte Qualität. Allerdings sind beim Test nur Importhonige durchgefallen. Der Titel gilt also nicht in Bezug auf Honige von Imkerinnen und Imkern aus Deutschland. Hier geht es zum Test.

Ökotest: „Honig aus Deutschland ist nach unseren Testergebnissen nicht mit gentechnischen Bestandteilen und Pyrrolizidinalkaloiden (PA) belastet.“

Öekotest 2014/11

Wussten Sie schon …

…was es mit der Bezeichnung „Honig aus EG- und Nicht-EG-Ländern“ auf sich hat?

Oft findet man diese Kennzeichnung  auf dem Honigetikett. Laut Honigverordnung ist eine eindeutige Herkunftsbezeichnug bei Mischhonigen nicht verpflichtend. Als Verbraucher weiß man dann jedoch nicht, woher genau das Gemisch stammt, wie der Honig behandelt wurde und was noch so alles im Glas steckt. Wie die Zeitschrift Öko-Test in ihrer Ausgabe 1/2012 veröffentlicht hat, enthalten Honige aus nicht-europäischer Herkunft z.B. häufig Gen-Pollen (14 von 20 der untersuchten Proben). Meist stammen diese Honige aus Südamerika, wo Gen-Technik in der Landwirtschaft großflächig angewandt wird.
Auch muss Honig aus Ländern außerhalb der EU per Verordnung erhitzt werden. Erhitzt man Honig jedoch auf über 40° Celsius, gehen alle hochwertigen Inhaltsstoffe verloren. Ein weiteres Problem stellen Antibiotika dar. In der EU für die Bienenhaltung verboten, können Antibiotika in einigen „Nicht-EG-Ländern“ wie z.B. in Ländern Südamerikas völlig legal eingesetzt werden und somit auch in den Honig gelangen. Aus diesen Gründen raten Verbraucherzentralen häufig, sich lieber für einen regionalen Imkerhonig zu entscheiden.

Wussten Sie schon …

…dass Deutschland das Land mit dem weltweit höchsten Pro-Kopf-Honigverbrauch ist?

Dennoch, nur etwa 20% des Honigs stammen auch aus Deutschland. Die restlichen ca. 80% des Bedarfs werden durch Importe gedeckt, wobei der Hauptteil aus Argentinien stammt, gefolgt von Mexiko, Uruguay und Chile. Argentinien ist einer der wichtigsten Honigerzeuger und -exporteure weltweit. Dabei wird der Honig in riesigen Containern nach Deutschland verschifft und steht oft sehr lange im Hafen, bis er abgefüllt wird und in die Märkte kommt.