Imkerei Mädelfleiss

Wir machen Berliner Bio-Honig

Menu Close

Category: Allerlei (page 2 of 9)

Hohe Honigernte

Auf dünnen Strickleitern ernten nepalesische Honigjäger in den Ausläufern des Himalaja in 150 Metern Höhe Honig der Kliffhonigbiene (Apis laboriosa). Diese größte aller Honigbienen (bis 3 Zentimeter lang) baut eine einzige ca. 80 Zentimeter breite und 1 Meter lange ungeschützte Wabe, die sie an steile Felsen hängt. Fotografiert von Andrew Newey.

Bienenband

Mummers Parade 2016 © APAuftritt der Quaker City String Band unter dem Motto „Der perfekte Schwarm“ auf der Mummers Parade 2017 in Philadelphia. Der Neujahrsumzug gehört zu einem der ältesten Volksfeste Amerikas.

© AP

Die Bienenhüterin

August zeigt Lily die Bienenkönigin © Fox

„Die Bienenhüterin“ (Originaltitel: The Secret Life of Bees) ist ein Film von 2008, für den Gina Prince-Bythewood das Drehbuch nach der gleichnamigen Romanvorlage der US-amerikanischen Schriftstellerin Sue Monk Kidd verfasste.

Der Film spielt 1964 in South Carolina, in dem Jahr, in dem der Civil Rights Act diskriminierende Wahltests für Afroamerikaner*innen für ebenso illegal erklärte wie die Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen.

Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte von Aufbrüchen, Emanzipation und Aufbegehren gegen die Verhältnisse erzählt. Dabei verschränkt der Film das Coming-of-Age der weißen Teenagerin Lily mit dem Kampf der Afroamerikaner*innen um politische und soziale Gleichberechtigung.

Lily lebt mit der Haushälterin Rosaleen und ihrem gefühlskalten Vater auf einer abgewirtschafteten Obstplantage. An die Mutter hat sie nur noch verschwommene Erinnerungen – insbesondere an ihren Tod, an dem sie sich die Schuld gibt. Als Rosaleen versucht, sich als Wählerin registrieren zu lassen, wird sie von Rassisten angegriffen und schwer verletzt. Lily holt Rosaleen aus dem Krankenhaus und überredet sie zur Flucht, die sie nach Tiburon zu den Boatwright-Schwestern führt. Die lebenskluge Imkerin Augusta, die spröde, musikalische June und die empfindsame, traumatisierte May werden Lilys neue Familie. Lily lernt mit den Bienen umzugehen. Im Laufe der Zeit, erfährt sie welches Geheimnis ihre verstorbene Mutter mit Tiburon und den Boatwright-Schwestern verbindet.

Interview mit Jürgen Tautz

Der emeritierte Forscher Jürgen Tautz beantwortet Fragen zur Wunderwelt der Bienen.  Zum Interview geht es hier.

Nummerierte Bienen

Um etwas über den Flugradius von Wildbienen der Art osmia cornuta herauszufinden, haben BiologInnen der Ludwig-Maximilians-Universität und der Botanischen Staatssammlung in München 400 Tieren Nummern auf den Rücken geklebt. Münchnerinnen und Münchner können bei der Studie mithelfen und Bilder von Wildbienen, die Nummern tragen, an wildbienen@bio.lmu.de schicken. Wenn einmal bekannt ist, wie weit gehörnte Mauerbienen fliegen, können in entsprechenden Abständen Blühstreifen angelegt werden, wo die Bienen „auftanken“ können.

Stinkefüßchen

Forscher der Universität Bristol haben herausgefunden, dass Hummelfüsse müffeln. Dabei hat jede Hummel ihren eigenen „Fuß“-Geruch und kann den der anderen Hummeln sogar erkennen. Wegen der riechenden Fußabdrücke, die auf den Blüten hinterlassen werden, wissen die Hummeln schnell, ob noch genügend Nektar zu holen ist, also ob sich ein Besuch lohnt oder nicht. So wird keine wertvolle Zeit verschwendet und gleich zu noch unbesuchten Blüten weitergeflogen.

Hummeln landen lieber auf Krokussen, die noch nicht von anderen besucht wurden.

Hummelfussball

Hummeln sind sehr lernfähig. Wie geschickt sie im Ballspiel sind, zeigt dieses Video:

Drohnen – ferngesteuerte Bestäubung

Einen ferngesteuerten Blütenbestäuber haben Forscher vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Japan entwickelt. Ein Mini-Quadrocopter an dessen Unterseite Pferdehaar klebt und ein selbstentwickeltes ionisches Gel aufgetragen wird, kann Pollen aufnehmen und bei einer anderen Blüte wieder abgeben. Unter Laborbedingungen funktioniert der Bienenersatz sogar.

Die Stadt ist das bessere Land

Städte bieten Bienen bessere Bedingungen als landwirtschaftliche Felder und Wiesen belegt eine Studie, die Experten im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erstellt haben. Bienen produzieren in Städten mitunter doppelt so viel Honig, weil es in städtischen Parks und Gärten ein abwechslungsreiches und kontinuierliches Blütenangebot gibt. Die intensive Landwirtschaft wirkt sich auf vielfältige Weise negativ auf das Leben der Bienen aus. Großflächige Monokulturen schränken die Biene bei ihren rund vier Kilometer großen Radius während der Nahrungssuche ein. Streifen mit blühenden Büschen und Bäumen wurden in den letzten Jahrzehnten immer stärker auf Kosten noch größerer Felder zurück gedrängt. Eine starke Düngung der Wiesen mit Gülle hat zu einem Rückgang von Wildblumen geführt. Auch bieten Pollen und Nektar in landwirtschaftlichen genutzten Gebieten oftmals keine gleichmäßige qualitativ und quantitativ hochwertige Nahrungsgrundlage. Wenn Raps und Sonnenblumen auf den Feldern blühen, ist das Nahrungsangebot für die Bienen ausreichend. Diese Blüte dauert aber nur wenige Wochen und nicht in allen Regionen werden diese Kulturen angebaut. Die übrige Zeit ist das Pollen- und Nektarangebot oftmals nicht ausreichend und die Bienen haben es schwer ihre tägliche Nahrung zusammenzutragen. All das macht Städte attraktiver für Insekten. Weil jedoch auf dem Land die Bestäuben gebraucht werden, fordert Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen): „Deutlich weniger Pestizide in der konventionellen Landwirtschaft und mehr Ökolandbau“.

Tod geglaubte Sandbiene lebt

In Hamburg ist auf dem Helmut-Schmidt-Flughafen eine Wildbienen-Art wiederentdeckt worden, die seit 1938 als ausgestorben galt: die Sandbiene „Andrena nigriceps“. Gefunden wurde die Wildbiene von einem Biologen, der im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung eine Rote Liste für Wildbienen in Hamburg erstellt.624px-andrena_nigriceps1

© Rick Geling